Warum Motorrad ?

Gegenfrage, warum Auto, Ski oder Fußball e.t.c.

Was macht Motorrad fahren aus, was ist so besonders daran ?
Einige würden jetzt sagen Freiheit, allerdings finde ich das unpassend. Freiheit gibt es auch beim Motorrad fahren nicht. Schließlich gibt es noch mehr Verkehrsteilnehmer und auf die sollte Rücksicht genommen werden. Darum gibt es Regeln an die ich mich auch als Motorradfahrer halten sollte. Da gibt es ganz einfache Fakten. Beispiel: wer bei rot über eine Ampel fährt, spielt mit seinem Leben und dem der anderen.

Also was macht es aus, wenn man einmal infiziert wurde was bei mir schon 38 Jahre zurück liegt. Man sitzt im Freien und ist direkt den Umwelteinflüssen wie Regen, Staub, Hitze, Kälte, Gerüche e.t.c. ausgesetzt. Das bedeutet man nimmt die Umwelt auch viel intensiver wahr. Kurven werden in Schräglagen durchfahren und das macht genauso Spaß wie ein Skifahrer der beim Wedeln seine Freude hat. Dadurch das man nicht von einem Blechkleid umhüllt und isoliert ist, kommt man auch schneller mit Leuten in Kontakt, vor allem auf Reisen. Für mich bedeutet das auch abschalten vom Stress und den Problemen des Alltags. Bei mir die einzige Möglichkeit so konsequent abschalten zu können. Wahrscheinlich da man beim Motorrad fahren konzentrierter sein muss. Schließlich gibt es keine Knautschzone und Rückhaltesysteme die einem Sicherheit suggerieren. Dann sind da noch die immer wieder aufkeimenden Glücksgefühle in bestimmten Situationen die vorwiegend landschaftlich bedingt sind. Wenn alles passt wie Weg und Landschaft, kann einem schon so ein Gefühl überkommen. Da läuft fast ein Tränchen die Wange runter oder man jubelt es lauthals heraus. Nun bin ich nicht jemand der einem Geschwindigkeitsrausch verfällt, das Tempo spielt bei mir eine untergeordnete Rolle. Da ich am liebsten kleinste Wege oder noch besser Wege ohne Asphalt (Endurowandern) fahre, ist man den Umwelteinflüssen noch intensiver ausgesetzt. Wenn es die Zeit erlaubt ist auch ein Zelt mit dabei, was leider viel zu selten vorkommt. Es ist schwierig jemanden, der mit Motorrad fahren so gar nichts zu tun hat, die Faszination zu beschreiben. Ich denke jedoch mit gegenseitigem Respekt und Rücksichtnahme, sollte doch jeder dem anderen seine Faszination gönnen. Ich schreibe hier jetzt nicht von denen die es maßlos übertreiben, die gibt es schließlich in allen Bereichen und sind nicht nur auf Motorradfahrer begrenzt.

Route Forestière Tour 2017

Herrliche kleine Straßen in unserem Nachbarland Frankreich.
Auf den Karten als Route Forestière gekennzeichnet.

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Friaul

Hier ein paar Videos aus meinen Reisen ins Friaul.

Friaul 2017 Teil 1:

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Friaul 2017 Teil 2:

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Friaul 2017 Teil 3:

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Panoramica delle Vette 2016:

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Titisee

September 2016 schönes Wetter und ein neues Zelt im Gepäck.
Wohin für einen Kurztrip ?
Zum Titisee, wollte schon immer die kleineren Straßen im Schwarzwald ausprobieren.

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Musik in diesem Video:

1. Ronnie Marler by Ronnie Marler (c) copyright 2006 Licensed under a Creative Commons Attribution license.  
2. A Foolish Game by snowflake (c) copyright 2014 Licensed under a Creative Commons Attribution (3.0) license.  Ft: Admiral Bob 
3. Renegade by Alex (c) copyright 2014 Licensed under a Creative Commons Attribution Noncommercial (3.0) license.  Ft: Admiral Bob & Simon Hartley(100percentelectric) 
4. Bad Attraction by unreal_dm (c) copyright 2015 Licensed under a Creative Commons Attribution Noncommercial (3.0) license.  Ft: Brad Sucks 
5. The Borderline Hobo by MC Jack in the Box (c) copyright 2009 Licensed under a Creative Commons Attribution Noncommercial (3.0) license.  Ft: Ronan Tyrrell and Brad Sucks 
6. Reworked Out Fine by MC Jack in the Box (c) copyright 2006 Licensed under a Creative Commons Attribution license.  Ft: Brad Sucks

Quelle:  http://dig.ccmixter.org

Portugal 1988

Die Reise die einiges änderte

1988 hatte ich die Idee nach Portugal zu reisen. Wir starteten im Sommer morgens um 5:00 Uhr. Meine Freundin und heutige Frau, das Campinggepäck und ich mit meiner Honda CB400N. Als Kontrollfreak war alles minutiös geplant, ein Fehler den ich so nie mehr wiederholen werde.

Die Strecke

Die Planung, an welchem Tag welches Zwischenziel erreicht werden sollte, ging schon am ersten Tag in die Brüche. Wir fuhren, um schnell voran zu kommen, auf der Autobahn bis Béziers in Frankreich und übernachteten dort in der Gegend um Valras-Plage. Das waren knapp 1000 Km am ersten Tag und wir brauchten dann auch einen Tag Pause. Mein Plan war damit schon um einen Tag in Verzug. Hier wusste ich noch nicht das es noch mehr Tage werden würden. Machte aber nichts, es war herrlichstes Wetter aber auch sehr heiß

Béziers nach Adra

Am Tag 3 fuhren wir weiter über die D914 via Cerbère am Meer entlang. Nach Grenzkontrolle und Umtausch von DM in Pesetas ging es in Spanien weiter auf der N-260 dem nächsten Zwischenziel entgegen. Eine Stecke die sich lohnte, da sich immer wieder schöne Ausblicke aufs Meer ergaben.

Wir sind dann weiter über Barcelona und Valencia bis nach Adra. Wer Zeit hat, sollte in Barcelona unbedingt ein paar Tage Pause machen. Auf dem Weg dorthin hatten wir eine endlos lange Gerade auf der wegen hohem Verkehrsaufkommens auch nicht überholt werden konnte. Das waren die Situationen bei denen man plötzlich einen Tiefpunkt bekam und fast schon keine Lust mehr hatte weiter zu fahren. Man fuhr mit maximal 50 Km/h der endlosen Blechlawine bei hohen Temperaturen hinterher. Wir fuhren dann ein Stück unterhalb der Sierra Nevada entlang und es war brütend heiß. Wir saßen auf dem Motorrad in unseren Schwabenlederkombis im eigenen Saft.
Ab und zu probierte man das Visier auf zu machen um es sofort wieder zu schließen. Der heiße Fahrtwind war unerträglich die Gegend dafür umso schöner.

Stellplatz in Adra

Wir suchten uns in Adra einen Campingplatz für die Nacht. Das war nicht einfach da dort alles überfüllt war. Zum Glück bot uns ein Motorradfahrer an auf seinem Platz unser Zelt mit aufzustellen. Es war ein Vater der mit seinem Sohn auf dem Motorrad den Urlaub verbrachte. Die Plätze dort sind wie Carports mit einem Dach aus Bast was uns etwas Schatten bot.

Am 4. Tag ging es über Malaga die Küstenstraße entlang nach Algeciras, da wir unbedingt Gibraltar anschauen wollten.

Adra nach Algeciras

Wieder steuerten wir einen Campingplatz an wussten aber nicht, das die Leute dort zum Teil wohnten. Dicht gedrängt auf schmalen Sandstreifen bauten wir unser Zelt auf. Es war ein Platz der nicht zum Verweilen einlud und den wir auch nur für die Nächte in Anspruch nahmen.

Gibraltar

Dort trafen wir noch einen CB400N Fahrer der damit tatsächlich nach Marokko in die Wüste wollte. Als ich ihn auf seine lose Kette aufmerksam machte, erwiderte er mir das er schon ein Glied raus gemacht hätte ! Ich sagte ihm das er damit aber nicht mehr weit käme, was ihn aber anscheinend nicht interessierte. Am 5. Tag schauten wir uns Gibraltar an und mussten erst über die Start und Landebahn die die Straße querte. Lediglich eine Ampel steuerte den Verkehr zwischen Flugzeugen und Autos.

Ein merkwürdiges Gefühl mitten über eine Start und Landebahn zu fahren und man schaute, ob sich nicht doch ein Flugzeug näherte. Auf Gibraltar sind wir dann den Berg hinauf der oben eine phantastische Aussicht bot. Die berühmten Affen fanden wir allerdings nicht. Wir haben noch eine Grotte besucht in der auch Konzerte statt fanden.

Algeciras nach Albufeira

Am 6. Tag war es so weit. Es ging über Sevilla nach Portugal. Nach Grenzkontrolle und Umtausch von DM nach Escudo reisten wir nach Portugal ein. Auf der Fahrt bis nach Portugal hatten wie kaum Motorräder gesehen und hier kam uns gleich ein ganzer Pulk hupend und winkend entgegen.

Wir steuerten zielstrebig einen Campingplatz am Meer in der nähe von Albufeira an. Wir waren schon in der Einfahrt da kam uns ein Motorradfahrer entgegen und sprach uns an. Er hole gerade noch seine Sachen, denn dieser Platz wäre sehr schlecht. Sie haben einen besseren gefunden und wenn wir Lust hätten könne er uns diesen Zeigen. Wir überlegten nicht lange und nahmen das Angebot dankend an. Dieser Platz war nicht direkt am Meer war aber tatsächlich sehr gut. Genügend Platz ums Zelt herum, saubere sanitäre Anlagen und ein Restaurant mit leckerem Essen. Es gab auch mehrere Pools was bei entsprechenden Temperaturen nicht zu verachten ist. Wir verbrachten 5 Tage dort und machten Ausflüge nach Faro, schauten uns Albufeira an, fuhren bis zum Cabo de São Vicente und verbrachten schöne Stunden an den herrlichen Stränden der Algarve.

Camping bei Albufeira

 

Cabo de São Vicente

 

 

 

 

 

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